Dragobete: Wenn die Liebe erwacht

Geschichte

von Marianne Mohatschek 220 mal angesehen

Wenn es nach einem langen Winter langsam wieder wärmer wird und überall das Zwitschern der Vögel zu hören ist, feiert man in vielen Gegenden Rumäniens “Dragobete”: Das Fest des Beschützers der Liebe.

Die Überlieferung berichtet, dass Dragobete ein gut aussehender Mann war. Halb Gott und halb Mensch, gab er sich zwar gerne stürmischen Liebesbeziehungen hin, wurde aber wegen seiner immer liebenswürdigen Art zum Beschützer der Liebe ernannt. Auch wenn man ihn als eine rumänische Version von Amor, Eros oder dem Heiligen Valentin sehen kann, sorgte er weder dafür, dass Menschen sich ineinander verliebten, noch mischte er sich sonstwie in ihr Liebesleben ein. 

Symbol der universellen Liebe

Da er als das Symbol der universellen Liebe gilt, verwundert es auch nicht, dass an seinem Festtag, dem 24. Februar, viele Vögel mit der Paarung beginnen. Aber auch in die Menschen scheint an diesem Tag nach einem harten Winter das Leben zurückzukehren und mit ihm die gute Laune und das Lachen. Viele wollen an diesem besonderen Tag dieses Gefühl der Freude und des Glücks mit ihren Liebsten teilen. Überall in Rumänien begehen die Menschen diesen Tag auf unterschiedliche Art und Weise. Viele junge Paare gehen gemeinsam auf die Wiese und sammeln die ersten Frühlingsblumen, um sich diese dann gegenseitig als Zeichen der Liebe zu schenken. Andererorts zündet man abends ein Feuer an, sitzt zusammen, plaudert, singt und tanzt. Es gibt keine festen Regeln, wie dieser Tag begangen wird. Man soll einfach nicht traurig sein, nicht streiten und auch nichts Böses denken. Denn das, so berichtet die Überlieferung, bringt Unglück für die bevorstehende gemeinsame Zeit.