Honterus-Deutsche Schule

Wirtschaft

von Bernhard Moestl 136 mal angesehen

Dass sich die deutsche Sprache bis heute in Kronstadt so großer Verbreitung erfreut verdankt sie zwei so unterschiedlichen Personen wie Johannes Honterus und Prof. Helmut Wagner.

Ersterer war ein sächsischer Reformator zur Lutherzeit und hat sein Standbild neben der Schwarzen Kirche. Zweiterer ist als Direktor der nach erstem benannten Honterus-Schule Herr über mehr als 1500 Schüler, die sich auf 54 Klassen verteilen. Gleichzeitig ist er aber auch dafür verantwortlich, dass die vor über 450 Jahren gegründete Schule bis heute auch international einen ausgezeichneten Ruf genießt. Denn wer das Lyzeum nach 13 Jahren als Abiturient verlässt, beherrscht neben dem üblichen Allgemeinwissen mindestens zwei Sprachen auf höchstem Niveau. Neben der rumänischen Sprache, die als Muttersprache der meisten Schüler natürlich besonders gefördert wird, werden die Fächer Deutsche Philologie, Mathematik und Physik ausschließlich auf Deutsch unterrichtet.

Perfektionierte Grundkenntnisse

Um das hohe Unterrichts-Niveau halten zu können müssen beim Schuleintritt bereits Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorhanden sein. Perfektioniert werden diese nicht dann nur im Sprach-Unterricht sondern auch im Rahmen diverser Austauschaktionen. Bei diesen lernen die Schüler während eines Auslands-Aufenthaltes nicht nur das Familienleben in Deutschland sondern auch die deutsche Kultur hautnah kennen.  Der Erfolg gibt dem Konzept von Direktor Wagner recht. Im Vorjahr haben 97 Prozent der Schüler das Abitur bestanden und damit gleichzeitig das Deutsche Sprachdiplom erworben. Und auch um den Nachwuchs braucht sich die Schule keine Sorgen zu machen. Alleine für das  aktuelle Schuljahr haben sich  152 neue Schüler angemeldet.  Eine Entwicklung, mit der Honterus, der übrigens in der Kirche gegenüber der Schule begraben ist, jedenfalls seine Freude hätte.