Die Stadt hat eine große Zukunft

Wirtschaft

von Bernhard Moestl 141 mal angesehen

Seit 2007 ist Unternehmer Werner Braun Vorsitzender des Deutschen Wirtschaftsclubs Kronstadt, der ab 3. September wieder zum Oktoberfest lädt. Best of Brasov hat ihn anlässlich der DWK-Hausmesse „Made in Brasov“ getroffen.

Vor zehn Jahren, so erzählt der gebürtige Kronstädter, sei er mit seiner Caditec-Gruppe von Deutschland nach Rumänien gekommen. Bewogen hatte ihn dazu vor allem die Tatsache, dass durch seine lange Industrietradition über gut ausgebildete Arbeitskräfte im Hightechbereich verfügte. Aber auch niedrige Kosten, moderne Industrie- und IT-Infrastruktur und hohe Investitionsrenditen machten den Standort interessant. Und natürlich auch die Möglichkeit, in der alten Heimat etwas zu verändern. Mitreden zu können war auch die Idee hinter der Gründung des Deutschen Wirtschaftsclubs, an der Braun 2007 maßgeblich beteiligt war. Als Interessensvertretung deutscher Firmen im Raum Kronstadt möchte man vor allem Unterstützung bieten.

Fit4Future

„Fit 4 Future“ nennt sich beispielsweise ein ehrgeiziges Programm, das sowohl Investoren als auch der Kronstädter Bevölkerung eine sichere Zukunft bieten möchte. Hierbei setzt der Club vor allem auf  praxisnahe, qualitative Ausbildung. Neben der erfolgreichen Gründung der ersten dualen Schule nach deutschem Vorbild sind es Informationsveranstaltungen wie „Made in Brasov“, die Berufsinformationswoche „Fit for Future“ oder die „Karavana Meseriilor“, bei welchen rumänische Jugendliche die Möglichkeiten sehen, die ihnen ein Job bei einem internationalen Unternehmen bringt. Zusätzlich könne man damit, so hofft Braun, die unbedingt benötigten Fachkräfte im Land halten.  

Oktoberfest Kronstadt

Einmal jährlich lädt der DWK zur großen Feier. Was 2009 als kleine Veranstaltung zur Integration von Ex-Pats begonnen hat, ist mittlerweile als „Oktoberfest Kronstadt“ weit über die Landesgrenzen Rumäniens hinaus bekannt. Auch heuer wird Braun wieder mit den Chefs der Mitgliedsunternehmen auf deren Erfolg anstossen. Denn der kann sich sehen lassen: Wenn Braun stolz von fast zwei Milliarden Euro erreichtem Jahres-Umsatz mit 15.000 Mitarbeitern erzählt, spricht er dabei nur von den zehn größten Firmen. Er selbst jedenfalls hat den Umzug nach Rumänien keinen Augenblick bereut. „Die Stadt“, so meint er zum Abschluss, „hat Zukunft. Und unsere Mitglieder gestalten sie mit.“