Dracula + Katharina = Wahre Liebe?

Geschichte

von Cătălin Bădulescu 213 mal angesehen

Laut einer alten Sage hatte der für seine grausamen Pfählungen bekannte Vlad Dracula durchaus ein weiches Herz. Und eine langjährige Affäre.

Begonnen hat angeblich alles am Weihnachtstag 1455 als Vlad Tepes, damals Stadthauptmann von Kronstadt, beobachtete, wie einige junge Mädchen sich abmühten, Vorräte auf die Weberbastei zu bringen. Umgehend eilte er den jungen Damen zu Hilfe. Als sein Blick auf die junge Katharina Siegel fiel, war es um ihn geschehen. Von nun an war der Voivode häufig zu Gast in der Strada Porta Schei Nr 14, wo die blonde Sächsin mit ihrem Vater wohnte.
Er verwöhnte das einst arme Mädchen und ließ Kleider aus Seide und feinste Spitze aus Venedig und Flandern kommen. Als die Romanze bekannt wurde sorgte das für Unmut unter jenen, die selbst gerne an Katharinas Seite gewesen wären. Vlad reagierte darauf so wütend, dass in der ganzen Stadt Entsetzen herrschte.

Furchtbare Rache

Als während des Überfalles auf Kronstadt 1460 Vladislav III die Altstadt plündern und abbrennen ließ, sollen die Gattinnen einiger Kaufleute in Katharinas Haus eingedrungen sein. Sie verprügelten das Mädchen, schnitten ihr die Zöpfe ab und banden sie am Marktplatz an den Pranger. Dracula schwor furchtbare Rache. Sollte er nicht zumindest einen der Zöpfe bekommen würde er die Stadt niederbrennen lassen. Am Ende bekam er den Zopf und bewahrte ihn bis zu seinem Tod wie ein Heiligtum auf. Beweisen lässt sich die Romanze nicht. Das „Tartler-Haus“, in dem der Voivode angeblich ein und aus ging, wurde nach seinem Tod gebaut. Doch zumindest soll die schöne Katharina die einzige Frau gewesen sein, die das steinerne Herz des blutrünstigen Fürsten erweicht hat. Wenn das nicht wahre Liebe ist.