Rumänisch-sächsische Zeitreise

Geschichte

von Bernhard Moestl 230 mal angesehen

Ab Anfang Juli 2015 wird das Mittelalter mit einem Schrägaufzug erreichbar sein. Bis dahin müssen die Besucher den Weg zu der auf einem mächtigen Felsen gelegenen Burg Rosenau (rumänisch Cetatea Râșnov) noch zu Fuss oder mit einem touristischen Mini-Zug bewältigen, der sie vom Parkplatz direkt zum Eingang der Festung bringt.

Errichtet in der Mitte des 14. Jahrhundert sollte die Burg sowohl den wichtigen Handelsweg durch das Barsatal als auch die Einwohner des kleinen Städtchens am Fuße des Hügels vor feindlichen Truppen schützen, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder in dieser Gegend einfielen. In ihrem Inneren ist die mächtige Burg, die von zehn Wehrtürmen und starken Ringmauern umgeben ist, wie ein kleines Städtchen angelegt. Damit sollte sicher gestellt werden, dass das Dorfleben im Kriegsfall so normal als möglich weiter ging. Heute spaziert der Besucher durch die verwinkelten Gässchen und staunt über fast 30 liebevoll renovierte Häuschen, die alle voller Leben sind, und glaubt sich Jahrhunderte in der Zeit zurück versetzt.  

Heute staunt der Besucher über liebevoll renovierte Häuschen

Wer möchte erprobt seine Künste beim Axtwerfen oder Bogenschießen, posiert mit dem Burgwächter für ein Foto, erfährt im kleinen Museum mehr über die Geschichte der Burg oder kauft eine Flasche des legendären Rosenauer Schnapses, der garantiert ohne Zusatz von Zucker gebrannt ist. Doch auch der Ort Rasnov selbst, auf den man von der Festung aus einen wunderbaren Blick hat, ist einen Besuch wert. Vieles wurde hier unter den wachsamen Augen von Bürgermeister Adrian Veștea behutsam modernisiert, immer darauf bedacht, die alte Seele dieses wunderbaren Ortes nicht zu zerstören.